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Ruck Zuck! / Häufige Fragen

Häufige Fragen

Die Fragen, die Eltern und Erzieherinnen uns am häufigsten stellen.

Warum ein Timer mit Musik?

„Wir müssen in fünf Minuten aus dem Haus.“ „Putz dir volle zwei Minuten die Zähne.“ … Für unsere Kita-Kinder bedeuteten solche Sätze wenig, also überhörten sie sie seelenruhig.

„Lass deine Schwester auch mal.“ „Zum hundertsten Mal: Räum bitte die Legos weg.“ „Mach dich bettfertig.“ … Wir hatten das Ermahnen satt. Also beschlossen wir, ein Spiel daraus zu machen — mit Musik und Ermutigung. So entstand Ruck Zuck!

Ruck Zuck! übersetzt den abstrakten Begriff Zeit in ein hör- und sichtbares Signal für Kinder. Musik motiviert und hilft ihnen, durch die Übergänge ihres Tages zu kommen. Erwachsene werden zu Fans statt zu Mahnern — und alle freuen sich gemeinsam über den Erfolg.

Wie nutzen Familien Ruck Zuck! konkret?

Es gibt zwei Arten von Timern. Bei Gegen die Uhr geht es darum, eine Aufgabe zu schaffen — etwa sich anzuziehen — und auf „Geschafft!“ zu tippen, bevor die Musik zu Ende ist. Bei Die Zeit läuft heißt es dranbleiben — etwa beim Zähneputzen —, bis die Musik endet. Die Begeisterung von Eltern oder Erzieherinnen steckt Kinder an: „Machen wir das Zimmer sauber. Ich glaube, wir schlagen die Ente.“

Die Musik ist bewusst so gewählt, dass sie hörbare Hinweise gibt und Kinder motiviert. Ruck Zuck! ist so gebaut, dass jüngere Kinder es noch einmal versuchen dürfen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt — es geht um ihren Erfolg am Ende.

Eltern können eine geschaffte Aufgabe belohnen, wenn sie mögen. Oft reicht den Kindern aber die eigene Zufriedenheit, es geschafft zu haben.

Daneben gibt es Minuten-Timer ohne feste Aufgabe, von 1 bis 20 Minuten. Ein paar Beispiele:

  • (Gegen die Uhr) „Schaffst du es ins Bett, bevor die zwei Minuten um sind?“
  • (Die Zeit läuft) „Ich brauche 4 Minuten für diese Rechnungen, dann spielen wir zusammen.“ — wie stärkend für ein Kind, diesen Timer laufen zu sehen.

An manchen Tagen darf getrödelt werden. An Tagen, an denen es zügig gehen muss, hoffen wir, dass euch diese App hilft — so wie sie unserer Familie geholfen hat.

Warum lernen meine Kinder nicht einfach von selbst, sich zu konzentrieren?

Bei kleinen Kindern ist ein großer Teil der neuronalen Grundlage für Konzentration und Aufmerksamkeit schlicht noch nicht ausgebildet. Dadurch ist es für sie viel schwerer als für Erwachsene, bei einer Aufgabe zu bleiben.

Ellen Galinsky schreibt: Die Fähigkeit zu Konzentration und Selbststeuerung beginnt sich in der frühen Kindheit zu entwickeln, ist aber erst im späten Jugend- und frühen Erwachsenenalter wirklich gefestigt. Der präfrontale Kortex — der Teil des Gehirns, der dafür sorgt, dass man bei einer Aufgabe bleibt — reift als einer der letzten aus.

Adele Diamond vergleicht das mit den Beinen einer Zweijährigen: Sie haben noch nicht die Länge von Erwachsenenbeinen, und trotzdem kann eine Zweijährige laufen und sogar rennen. Genauso kann ein noch unreifer präfrontaler Kortex vieles von dem leisten, wofür er zuständig ist. Schon Babys, Kleinkinder und Kindergartenkinder nutzen exekutive Funktionen in gewissem Maß.

Ein Timer mit Musik lässt sich als Stützrad für das Gehirn eines Kindes verstehen. Statt zu erwarten, dass die noch nicht ausgereiften exekutiven Funktionen mit erwachsenen Zeitbegriffen mithalten, sprechen musikalische Signale weitere Sinne an und machen das Vergehen von Zeit spürbar.

Kann ich eigene Lieder und eigene Zeiten verwenden?

Eigene Lieder: ja. Wähl ein beliebiges Lied von deinem Gerät, und seine Länge wird zur Dauer des Timers — praktisch für eine ganz neue Aufgabe oder das Lieblings-Losgeh-Lied eurer Familie. Das funktioniert in den Apps für iPhone und Android. Für die Dauer gibt es Minuten-Timer mit 1, 2, 3, 4, 5, 10 und 20 Minuten, in beiden Modi.

Für wen ist Ruck Zuck! gedacht?

Ruck Zuck! ist für Kita-Kinder und Kinder in den ersten Grundschuljahren gedacht — und für ihre Erwachsenen. Entwickelt wurde es von Eltern und Bildungstechnologinnen, für den Familienalltag ebenso wie für den Einsatz in Kita und Klassenzimmer.

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